Von Christiane Labusga
„Wo, verdammt, ist der zweite Wagen?“
„Wie sollen wir hier aufnehmen können ohne den verdammten zweiten Wagen?“
Es sind ja nicht nur diese primitiven Schauspieler (wirklich, mit den Händen herumwurschteln, aber Null-Ausdruck im Gesicht – sind das wirklich Schauspieler?), es fehlt auch an Background und Continuity.
Was ist überhaupt Thema der Szene? Was sagt das Drehbuch weiter? Verliebte? Scheiß Drehbuch, das bekommen die Chargen doch niemals hin!
Okay, auf eins. Erbost sein, Hände hoch, jetzt:“Cut“
„Du musst jetzt von Böse zu freundlich, kannst du das?“
„Ja, wenn der mitspielt….“
„Der spielt mit, oder Björn?“
„Alles klar, Chef!“
„Also: Dann nochmal Streit, aber denkt dran, dass am Ende ein Liebespaar rauskommen soll! Und, Leute, kommt der zweite Wagen heute noch? Sonst mach ich gleich dicht! Wo ist der KI-Mann?“
Die beiden SchauspielerInnen geben ihr Bestes. Von Vorwürfen zu winzigsten Sympathiebekundungen bis sie schließlich gemeinsam zum Kaffeetrinken gehen.
Aber die Kamera ist aus
